6. Quartalsbericht
Ein unterjähriges Quartalsreview unseres jüngsten Familienmitglieds
Ich bin letztens wieder über das Format "Quartalsbericht" zur Entwicklung der eigenen Kinder gestoßen und finde das tatsächlich recht schön. Ich hatte ja bereits einen Quartalsbericht veröffentlicht und habe mir vorgenommen hier jetzt wieder daran anzuknüpfen.
Unser Sohn, nennen wir ihn hier einfach mal E. entwickelt sich besser als man es erwarten konnte. Körperlich ist er auf einem super weg, mit seinen nicht mal 16 Monaten übertrifft er in Größe und Gewicht schon viele Kinder die über zwei Jahre alt sind. Das liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass er jeden Tag selbst gekochtes bekommt und meine Frau hier penibel darauf achtet, dass er genügend Micro- und Macronährstoffe erhält. Anders können wir beide uns das zumindest nicht erklären, schließlich sind seine Eltern auch nicht die Größten.
Sport
Seit dem er seine eigenen Schuhe im September bekommen hat, geht und läuft er sehr stabil und zielsicher. Jeden Abend gehen wir jetzt mit ihm Einkaufen oder Spazieren. Sobald wir mit dem Essen fertig sind und er "spazieren" hört, geht es direkt zur Tür und seiner Sitzbank. Dort wird dann darauf gewartet, dass er seine Schuhe angezogen bekommt. Draußen ist er dann so selbst sicher, dass wir teils darum kämpfen müssen, seine Hand halten zu können (was gerade an der Hauptstraße zur Pflicht wird). Wir haben uns mittlerweile so arangiert, dass er frei laufen kann, wenn kein Auto da ist, ansonsten fragt er schon automatisch "Hand?".
Neben dem spazieren gehen ist er auch eine absolute Wasserratte. Wir haben sehr früh mit den Schwimmkursen angefangen und mittlerweile liebt er es total. Springt vom Beckenrand, rutscht gerne ins Wasser und duschen liebt er mehr wie baden (obwohl er auch da spaß hat). Es macht einfach spaß im beim Schwimmen zuzusehen und auch wie er dabei schon mit anderen Kindern spielt.
Sprache
In den letzten Monaten haben wir uns auch die Frage gestellt, wann er denn anfangen wird zu sprechen. Hier haben wir online mehrere Artikel und auch Whitepapers gefunden, die uns erst mal empfohlen haben entspannt zu sein. Denn E. wird bilingual erzogen, und da kann es gerne mal länger dauern bis die ersten Worte kommen. Ich kann da gerade nur drüber lachen. Er versteht sowohl auf Englisch als auch Deutsch schon eine ganze Menge und von Mama und Papa, über Wasser, diverse Körperteile und "mehr" bis hin zu "there it is" kann er mittlerweile schon eine ganze Menge sagen und das hilft uns wirklich im Alltag. Das Raten, was er meint ist wesentlich weniger geworden. Und da wo wir noch raten müssen merken wir auch dass er schnell enttäuscht ist, wenn wir nicht wissen welches "das" er meint. Stolz? Kenne ich.
Soziales
Kleinkinder sind in dem Alter eigentlich totale Egoisten. Viele Eltern versuchen trotzdem schon das Konzept von Teilen einzuführen. Wir haben uns dagegen entschieden und trotzdem hat E. das von ganz alleine eingeführt. So werden jetzt Spielsachen geteilt und getauscht aber auch in Momenten wo er selbst damit spielen will entsprechend auch verteidigt. Beim spielen selbst hat er auch keinerlei berührungsängste mit anderen Kindern und spielt mit allen die nicht bis 3 auf den Bäumen sind. Dabei wird auch gerne mal Blödsinn gemacht. Feature Klassenclown? Vielleicht, es ist teilweise zumindest sehr lustig was da alles so auf dem Spielplatz passiert.